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Amazon ist das beste Beispiel: Wie kommt es, dass selbst die größten Buchläden höchstens einige zigtausend Titel im Sortiment haben, während sich im Katalog des Internetbuchhändlers dero 3 Millionen tummeln? Abgesehen davon, dass es sich bei den meisten um Ladenhüter handelt, die in Ladenregalen nur Gilb ansetzen würden, brächte ihr schieres Gewicht wahrscheinlich jedes Haus zum Einsturz. Beim Internethändler dagegen handelt es sich zunächst einmal nur um virtuelle Bücher, die erst im Bedarfsfall physische Gestalt annehmen. Und doch summiert sich das Geschäft mit solchen „Worstsellern“ auf sage und schreibe 40 Prozent des Gesamtumsatzes.
Google macht’s möglich. Dies zeigt der amerikanische Wirtschaftsjournalist Chris Anderson in seinem Buch The Long Tail. Das Geschäft der Zukunft, das im Rahmen eines Forschungsprojektes entstanden ist und nun in einer aktualisierten und erweiterten Neuauflage als Taschenbuch vorliegt. Obwohl unsere Kultur noch immer stark von Massenmarkt und Mainstreams geprägt sei, hält der Autor ihren Zenit für überschritten. Vorbei seinen die Zeiten, in denen es beinahe unmöglich gewesen sei, sich abseits der Wege des Massengeschmacks zu bewegen.
Nischenprodukte habe es zwar schon immer gegeben, sie seien aber nur schwer zu finden gewesen. Für Abhilfe sorgen nun elektronische Suchmaschinen, die in Sekundenschnelle die gigantische Warenwelt im Internet durchforsten. Und das erstaunlichste ist, dass so gut wie alles, was dort angeboten wird – mag es noch so kurios und speziell sein –, in der Regel früher oder später seinen Abnehmer findet. Nicht immer in großer Stückzahl, aber das spielt bei virtueller Lagerhaltung gar keine Rolle. Als statistische Nachfragekurve veranschaulicht, zeigt sich nach einem relativ kurzen Peak der Massenprodukte ein steiler Absturz der Linie, die knapp oberhalb von Null nach rechts einschwenkt und sich dort ohne erkennbares Gefälle wie ein „Rattenschwanz“ ewig lang dahinzieht. Sie ist es, die dem ironischerweise zum Bestseller avancierten Buch seinen Titel gab. „Ein Augenöffner mit immensem Erkenntnisgewinn“, wie es in der Financial Times Deutschlandzu recht hieß – trotz Längen und Redundanzen. Franz Klotz
